Vadianbank Teaser

Grundlage für alle Entscheidungen in der Kapitalanlage bildet unser quantitatives Vermögensverwaltungs-Modell, welches auf verschiedenen voneinander unabhängigen Frühindikatoren beruht. Die quantitativen Ergebnisse werden in unserem Anlageausschuss (Asset Management) im Rahmen eines fest definierten und nachvollziehbaren Anlageprozesses weiter optimiert.  Hierbei fliessen im Unterschied zu klassischen Portfoliomanagement-Modellen auch Erkenntnisse aus der Behavioral Finance Theorie mit ein.

Grundsätzlich teilen wir das Anlageuniversum in vier Investmentkategorien auf:

  • Geldmarktanlagen
  • Obligationen (Anleihen)
  • Aktien (inkl. strukturierte Produkte mit Wandlungsrisiko in Aktien)
  • Alternative Anlagen (Rohstoffe, Immobilien, Hedgefonds etc.)

Die erste und wichtigste Entscheidung treffen jedoch Sie selbst: Die Bestimmung Ihrer künftigen Anlagestrategie. Diese kann rein renditeorientiert, konservativ, ausgewogen, dynamisch oder rein aktienorientiert sein. Im Gegensatz zu den meisten anderen Banken sind bei uns auch individuelle Strategien zwischen den genannten Kategorien möglich oder Sondervereinbarungen, z.B. der Ausschluss bestimmter Anlagekategorien, Länder oder Währungen. Von dieser grundsätzlichen Entscheidung hängt etwa 60 % Ihrer künftigen Anlagerendite ab. Auch dies ist ein Grund, warum unsere Erstanalyse sehr ausführlich aufgebaut ist und neben den rein finanziellen Aspekten auch Fragen zu Ihrer Wertewelt und Ihrem emotionalem Verhalten bei starken Marktveränderungen beinhaltet.  

Asset Allocation (Zusammensetzung Ihrer Kapitalanlage)

Die Umsetzung der von Ihnen gewählten Anlagestrategie erfolgt stufenweise "top down" über insgesamt sechs bzw. sieben Ebenen. Damit die folgenden Ausführungen leichter nachvollziehbar sind, nehmen wir einmal an, Sie wären ein Anleger mit einer ausgewogenen Ausrichtung und Ihre Leitwährung wäre CHF. Das heisst, Sie planen Ihr Vermögen voraussichtlich in CHF aus- bzw. an die nächste Generation weiterzugeben.

Nehmen wir weiter an, unsere taktische Anlagestrategie sieht derzeit eine neutrale Aktiengewichtung vor, d.h. Aktien bieten das gleiche Rendite-/Risikopotenzial wie die anderen Anlageklassen. In diesem Fall würden 45% des gesamten Kapitalvermögens in den Aktienmarkt investiert.



Die nächste Ebene im Bereich der Aktien ist die Aufteilung auf die einzelnen geografischen Aktienmärkte. Für einen Anleger mit Leitwährung CHF legen wir den Schwerpunkt seiner Aktienanlagen immer in seinen Heimatraum. Es kann aber sein, dass der Aktienmarkt Schweiz derzeit ein unattraktiveres Rendite-/Risikopotenzial als beispielsweise der Euroraum aufweist. In diesem Fall wird der Aktienmarkt Schweiz im Verhältnis zum Euroraum untergewichtet.
Auf der nächsten Ebene entscheiden wir nun, ob wir direkt oder indirekt den jeweiligen Aktienmarkt abdecken. Eine indirekte Abdeckung bedeutet den Einsatz strukturierter Produke, beispielsweise von Kapitalschutzprodukten oder Discount Zertifikaten. Kapitalschutzprodukte werden zur Risikoreduktion eingesetzt, wenn die Volatilität (Schwankung) des jeweiligen Marktes sehr gering ist, da dann die Absicherungsprämie in Form einer Option vergleichsweise günstig ist. Beim Einsatz von Discount Zertifikaten hingegen profitiert man von einer hohen Volatilität des Aktienmarktes und erzielt auch positive Renditen bei einer Seitwärts- oder leichten Abwärtsbewegung des zugrundeliegenden Marktes. Maximal wird jedoch die Hälfte der gesamten Aktienallokation, also in diesem Fall 22.5% (45% geteilt durch zwei) indirekt in den Aktienmarkt investiert, um bei einem starken Anstieg des Marktes in jedem Fall positioniert zu sein.

Auf der nächsten Ebene erfolgt das sogenannten Styling. Das heisst, wir geben beispielsweise eher Aktien mit hoher Substanz (Value-Strategie) oder Aktien mit hohem Wachstumspotenzial (Growth-Strategie) oder Aktien mit hoher beständiger Dividende (Dividendenstrategie) den Vorzug.

Auf der letzten Ebene erfolgt nun noch die Gewichtung nach einzelnen Sektoren. So gewichten wir beispielsweise in einer konjunkturellen Aufwärtsphase tendenziell die Konsumgüterbranche oder die Investitionsgüterbranche höher, in einer Rezessionsphase bekommt u.a. die trägere, aber beständigere Gesundheits- oder Chemiebranche ein Übergewicht.
Eine wesentliche Anlageentscheidung geht als Querschnittsfunktion durch alle Entscheidungsebenen hindurch. Dies ist unsere Währungseinschätzung. So kann es z.B. sein, dass der europäische Aktienmarkt sehr attraktiv ist, die Währung Euro aber gleichzeitig ein nicht akzeptables Währungsrisiko aufweist. In diesem Fall nehmen wir im Rahmen des Währungshedge (=Absicherung) das Währungsrisiko teilweise oder vollständig wieder aus dem Portfolio heraus.

Die Asset Allocation (Kapitalvermögensaufteilung) für die Anlageklasse endet bewusst auf der Sektorenebene, d.h. eine weitere Unterteilung in Einzelaktien erfolgt nur auf ausdrücklichen Kundenwunsch, da die Investition in Einzelaktien bei kleinen bis mittleren Anlagevolumen nachweislich Ineffizienzen aufweist, das heisst, es entsteht ein nicht optimales Rendite-/Risikoverhältnis.

Wir haben die Aufteilung nun für die Anlageklasse Aktien beispielhaft für Sie durchgeführt. In den Anlageklassen Geldmarkt, Obligationen und Alternative Anlagen erfolgt die stufenweise Allokation auf ähnliche Art und Weise. So stellt sich im Obligationenbereich, nach der Aufteilung auf die Länder, u.a. die Frage nach Staatsobligationen versus Unternehmensobligationen und die Aufteilung nach Bonitäten und Laufzeiten.

Zusätzlich zum fundamentalen und technischen Research führen wir auch eine Nachhaltigkeitsanalyse (Analyse der ökologischen und sozialen Verträglichkeit der Anlage) durch. Dies ermöglicht uns die Umsetzung Ihrer Anlagestrategie auf Wunsch auch mit reiner oder überwiegend nachhaltiger Ausrichtung.

Portfolio-Optimierung Ihrer bestehenden Depots

Die Vadian Bank bietet seit der Finanzkrise 2008 einen speziellen Service für Kunden und Nicht-Kunden. Wir sind technisch in der Lage, Ihre sämtlichen Vermögensauszüge anderer Banken zu einem einzigen Auszug zusammenzufassen und auf dieser Basis eine Normal- und eine Worst-Case-Analyse durchzuführen. Die Worst-Case-Analyse geht davon aus, dass bei sämtlichen Anlageprodukten das maximale Risikomomentum zum Tragen kommt, d.h. strukturierte Produkte beispielsweise sich in die zugrunde liegenden Aktien wandeln oder der jeweilige Fondsmanager seine Risikomöglichkeiten gemäss Anlagestrategie maximal ausreizt. Zusätzlich werden das Liquiditäts- (Sind die Produkte im Krisenfall am Kapitalmarkt überhaupt veräusserbar?) und das Emittentenrisiko analysiert. Unsere Erfahrung zeigt, dass vermeintlich konservative Portfolios im Krisenfall erheblich höhere Risiken aufweisen können, die teilweise sogar im Bereich einer dynamischen Ausrichtung liegen. Das ist einer der Gründe, warum es in der Finanzkrise zu teilweise erheblichen Verlusten bei Privatanlegern gekommen ist. Die Analyse ist bis zu einem Zeitaufwand von drei Stunden kostenfrei. Dieser Zeitaufwand ist ausreichend für eine Vermögensanlage von bis zu 30 Positionen.

Beat Baumgartner

Vermögensberater
Mitglied des Kaders

Juliane Hibbeln

Steuerberaterin